Dessous Ratgeber

Wäsche, die direkt am Körper anliegt, noch dazu an sehr sensiblen Stellen, muss vor allen Dingen hautsympathisch sein. Es sollten keine Allergene vorhanden sein, Geschmeidigkeit, Elastizität sowie eine gewisse Spannkraft trotz des weichen Materials sind notwendige Vorbedingungen. Ebenso sollten die Stoffe atmungsaktiv und feuchtigkeitsabweisend sein.

Neuentwicklungen und traditionelle Stoffe

Infrage kommen Wolle, Baumwollstoffe oder Seide, wenn es um Naturmaterialien geht. Zellulose bildet das Grundmaterial beispielsweise für Viskose, die ihrerseits das Endergebnis einer künstlichen Weiterbearbeitung ist. Hochwertige Kunstfasern sind inzwischen für die Textilindustrie unverzichtbar, entweder als Beigabe oder als Einzelproduktionsstoff. Schon vor Jahrzehnten wurde beispielsweise Nylon verwendet - nicht nur als Damenstrumpfhose. Polyester wird auch heute noch verarbeitet, allerdings meist in sehr viel besserer Qualität, denn manche Menschen reagieren einerseits empfindlich auf die frühere, etwas kratzige Oberfläche, andererseits lädt sich dieser Kunststoff gern auf und knistert abends beim Auskleiden.

Unverzichtbare Mikrofasern

Moderne Mikrofaserstoffe bestimmen heutzutage den Markt. Sie sind hauchfein, hundert Mal dünner als ein menschliches Haar, und überzeugen durch eine Vielzahl der oben genannten Vorteile. Werden auf diese Weise Polyester oder Polyamide hergestellt, am besten in Kombination mit anderen Fasern, ist das Ergebnis ein wunderbar angenehmes Tragegefühl auf der Haut.

Leder Unterwäsche

Wer über Leder als Dessousmaterial nachdenkt, betritt damit vorwiegend den Bereich erotischer Mode. Für alltägliche Unterwäsche ist Leder schon allein aufgrund seiner fehlenden Atmungsaktivität nicht zu empfehlen.

Hautsympathisch zu jedem Anlass

Das beste Material für Dessous richtet sich natürlich nach den Wünschen der Kunden, die variantenreiche BHs und Slips für den täglichen Gebrauch und in großer Bandbreite benötigen. Vom sportlichen Einsatz über den Arbeitsalltag bis zum festlichen Anlass sind unterschiedliche Schönheiten gefragt. Das Hauptaugenmerk liegt auf Tragekomfort, Bequemlichkeit, hoher Elastizität bei allen Bewegungen, unterstützenden und figurformenden Eigenschaften sowie bildschönen Optiken.

Natur- und Kunstfaser im Zusammenspiel

So bilden auch heute Baumwolle und Seide ebenso wie Zellulose die Grundlage vieler (Kunst-)Fasern, die je nach Fadenkettung und Zusammenspiel zahlreiche Namen tragen. Begriffe wie Elastan, ein Stretch-Material, sind weithin bekannt. Moderne Stoffe, besonders die erwähnten Mikrofasern, trocknen beispielsweise deutlich schneller als Wolle - ein Grund mehr, sich ihrer neben der Dessousproduktion auch in der Bademode zu bedienen. Zudem sind viele Kunststoffe trotz ihrer wunderbaren Eigenschaften ausgesprochen preiswert.

Hautfreundliche Materialien nach Öko-Tex

Wer empfindlich auf Materialien reagiert, richtet sich am besten nach dem Öko-Tex Standard 100, nach dem viele Wäschestücke heutzutage zertifiziert sind. Ökologie und Hautfreundlichkeit gehen hier eine Symbiose zugunsten der Kunden ein.